Eine Frage der Grenzwerte

Der Grenzwert für Feinstaub gemäß der Europäischen Luftreinhalte-Richtlinie wird in vielen Kommunen – so auch in Berlin an mehreren Messstellen – zu häufig überschritten. In diesem Fall sind die Kommunen durch den Gesetzgeber aufgefordert, Maßnahmenpläne zu entwickeln, mit denen die Immissionsbelastung direkt vermindert werden kann. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat einen Luftreinhalteplan erarbeitet, der Mitte August 2005 vom Berliner Senat verabschiedet wurde. Dem Verkehr als lokal bedeutsamstem Verursacher kommt eine besondere Rolle bei der Umsetzung immissionsmindernder Maßnahmen zu.

Die Grenzwerte für Feinstaub werden gemäß der genannten EU-Richtlinie ab 2010 nochmals verschärft. Auch gelten ab diesem Datum Grenzwerte für den Ausstoß von Stickstoffoxiden. Zum 01.01.2010 tritt deshalb in Berlin die zweite Stufe der Umweltzone in Kraft.

Um die Zielvorgaben zu erreichen, bedarf es sowohl technischer wie auch nutzerbedingter Maßnahmen. Saubere Antriebstechnologien und Kraftstoffe in Fuhrparks der öffentlichen Hand, der kommunalen Betriebe sowie der privaten Unternehmen können die Emissionen des Straßenverkehrs mittelfristig reduzieren. Auch im Berliner Luftreinhalteplan wird die Relevanz emissionsarmer Antriebe wie Erdgasantrieb und Dieselfahrzeuge mit Partikelfiltern unterstrichen.

Unsicherheiten abbauen

Das Projekt „Sauberer Fuhrpark“ ist mit dem Ziel angetreten, Verunsicherung bei Fuhrparkbetreibern bezüglich der ökologischen Vorteilhaftigkeit, ökonomischen Machbarkeit und Zukunftsfähigkeit der verschiedenen Technologien abzubauen. So soll z.B. Know-how vermittelt werden, damit die von Anbietern verbreiteten Technologien bewertet werden können. Auch die konkurrierende Bewertung der Techniken bzgl. ihres Beitrages zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz ebenso wie die unterschiedliche Bewertung des Einsatzes in ländlichen und urbanen Gebieten sollen begreifbar dargestellt werden.

Beratung wird groß geschrieben

Im Projekt werden verschiedene Beratungsinstrumente und Entscheidungshilfen für den Fuhrpark angeboten, die eine sinnvolle Auswahl aus Antriebstechnologien und Kraftstoffen ermöglicht, die heute schon im Flottenbetrieb einsetzbar sind – wie beispielsweise Erdgas, Biodiesel, Hybridantrieb und Dieselfahrzeuge mit Partikelfilter. Verglichen werden diese Technologien mit weiteren Optionen, die derzeit eher als Nischenprodukt eingesetzt werden, oder mit Technologien, die möglicherweise zukünftig Bedeutung erlangen werden, wie beispielsweise Flüssiggas/Autogas, Pflanzenöle oder Brennstoffzellen.

An der Berliner Kampagne teilnehmen

Gehört Ihr Unternehmen zu einer der folgenden Zielgruppen in Berlin?

Öffentliche Flottenbetreiber:

  • Politische Mandats- und Entscheidungsträger auf Bundes-, Landes- und lokale Ebene
  • Öffentliche Einrichtungen wie z. B. Polizei, Feuerwehr
  • Institutionen des öffentlichen Rechts wie z. B. Krankenhäuser, Krankentransportdienste, Universitäten und Deutsche Klassenlotterie Berlin

Private Flottenbetreiber:

  • Paketdienste, Postdienstleister, Transportgewerbe, Pharmahandel
  • Bus-, Fuhr- und Taxiunternehmen, Handwerksbetriebe
  • Warenhäuser, Lebensmitteleinzelhandel, Getränkehandel

Dann nehmen Sie doch zu uns Kontakt auf und beteiligen sich an der Kampagne „Sauberer Fuhrpark“. Sie können von folgenden Angeboten profitieren:

  • Beratungen zur Beschaffung emissionsarmer Fahrzeuge
  • ECO-Fahrtraining zur begleitenden Unterstützung des sparsamen Fahrens
  • Teilnahme an Informationsveranstaltungen speziell für öffentliche bzw. privatwirtschaftliche Fuhrparks